Kirchlicher Segen für Gipfelkreuz

Auf dem Schlosshügel fanden sich dazu rund 50 Gläubige ein

Kirchlicher Segen für Gipfelkreuz

Ort
Altenschneeberg

Veranstalter
Gemeinde Tiefenbach

Termine
Sa, 28.09.2019

Auf dem Weg zum Gipfelkreuz auf dem Schlosshügel bei Altenschneeberg fielen noch ein paar Regentropfen und die Älteren wurden an die Segnung des ersten Kreuzes im Jahr 1967 erinnert, als es ebenfalls regnete und bitterkalt war. Doch kaum hatten die rund 50 Gläubigen den Gipfel erreicht, strahlte die Sonne vom jetzt weiß-blauem Himmel. Pfarrer Albert Hölzl begrüßte alle, die den beschwerlichen Weg zum Gipfel für diese Feier auf sich genommen hatten. Berge üben auf uns Menschen, meinte der Geistliche, eine große Faszination aus. Schon im Alten Testament nahm Mose auf dem Berg Sinai die zehn Gebote von Gott selbst entgegen und fast auf jedem Gipfel ragte ein Kreuz in die Höhe. Viele Bergsteiger lassen sich neben diesem Kreuz fotografieren, ob sie gläubig sind oder nicht. Danken wir Gotte für die Schönheit der Natur, auf die wir hier auf dem Gipfel soweit blicken können. Dieses neue Kreuz hier am Altenschneeberg soll uns helfen, Gottes Nähe zu spüren, so der Geistliche. In den Fürbitten, vorgetragen von Bianca Ederer, baten alle um die Bedrückten, die im Leben ein schweres Kreuz zu tragen haben. Eine Abordnung des Kirchenchores aus Tiefenbach unterstützte die Gesänge aus dem eigens angefertigtem Liedblatt. Nach der Segnung des Kreuzes und dem Schlusssegen stimmten alle in die drei Strophen der Bayernhymne ein und dort oben unter konnte jeder die Farben des Himmels in Weiß und Blau bestaunen.

 

Ein herzliches Vergelt’s Gott richtete Bürgermeister Ludwig Prögler an Pfarrer Hölzl für die Segnung des neuen Gipfelkreuzes. Das Gemeindeoberhaupt erinnerte an das erstmals aufgestellte Kreuz im Jahre 1967, welches von Pfarrer Josef Duschner gesegnet wurde. Nach nur zehn Jahren wurde es leider durch Blitzschlag zerstört und erneuert. Im Juni dieses Jahres musste jedoch auch dieses morsch gewordene Gotteszeichen erneuert werden und jetzt krönt das neue neun Meter hohe Gipfelkreuz den Schlosshügel. Aus beständigem Lärchenholz zimmerte die Firma Wutz das Objekt und die Spenglerei Bittner sorgte für Wetterschutz aus Metall. Neu wurde ebenfalls das Metallgeländer durch die Firma Kirchberger aus Seebarn.

 

Herzlichen Dank sagte Prögler allen Helfern, die bei der Aufstellung beteiligt waren, und den Bewohnern von Altenschneeberg für die Bewahrung dieses Naturdenkmals. Gefördert wurden dieses Kreuz und der neue Parkplatz mit Pavillon durch das Programm „Revitalisierung von Landmarken im Aktionsbündnis Cerchov plus/Naturpark Bayerischer Wald und Cesky Les“. Die Kosten dafür werden aus Mitteln des Programms „ETZ Freistaat Bayern – Tschechische Republik“, aufgelegt von der EU und dem Land Bayern, mit finanziert. Mit im Boot ist der Naturpark Bayerischer Wald und ihn vertrat Hans Braun, den Prögler ebenfalls begrüßte. Zu diesen Landmarken gehören neben dem Altenschneeberg noch der Klammerfels bei Waldmünchen, die Bayernwarte bei Furth im Wald, der Hirschstein auf tschechischem Gebiet, sowie, finanziert aber aus einem anderen Fördertopf, der Bleschenberg bei Waldmünchen und der Drachenturm in Treffelstein. Am neuen Kreuz befindet sich nun auch ein Gipfelbuch und um Eintragungen bat der Bürgermeister alle Anwesenden.

Eine Veranstaltung zum Abschluss der Gesamtmaßnahme in Altenschneeberg ist für kommendes Jahr geplant. Zur Gesamtmaßnahme gehören: Schaffung von Parkplätzen, Pavillon im Zugangsbereich mit zahlreichen Informationen zum Schlosshügel, ein neues Geländer am Aufgang Schlosshügel, das Säubern der Naturtreppe und eine neue Sitzgruppe. Der Aussichtspunkt beim Wasser-Hochbehälter wird ebenfalls aufgewertet mit einem „Bilderrahmen“ als Aussichtspunkt „Blick in den Bayerischen Wald“. Enormer Aufwand also, um den Hausberg der Gemeinde Tiefenbach noch lebens- und liebenswerter zu machen. Nicht nur für Urlaubsgäste, sondern als Naherholungsgebiet für alle Bürger. Zum Verweilen lud abschließend ebenso die Feuerwehr Altenschneeberg mit Speis und Trank ein.

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