Sie haben etwas bewegt

Drei verdiente Gemeinderäte verabschiedet

Sie haben etwas bewegt

Ort
Tiefenbach

Veranstalter
Gemeinde Tiefenbach

Termine
Fr, 24.04.2020

Kommunalpolitik mag sich im kleinen Rahmen abspielen. Aber sie befasst sich mit allen Lebensbereichen. „Das macht sie so spannend.“ Bei der letzten Gemeinderatssitzung dieser Legislaturperiode zog Bürgermeister Ludwig Prögler ein Resümee über seine erste Amtszeit. Nach sechs Jahren als Gemeindeoberhaupt habe er festgestellt: „Wir können vor Ort etwas bewegen.“ Handlungsspielräume zu suchen und zu nutzen, das sei auch stets die Devise der Ratsmitglieder gewesen. „Das bedeutet gelebte Demokratie“, sagte Prögler und bilanzierte auch die Arbeit im Gemeinderat. Im Gremium habe stets ein konstruktives und harmonisches Miteinander geherrscht.


Einige der Räte werden jedoch im neuen Gemeinderat nicht mehr vertreten sein. Ihnen galt Pröglers besonderer Dank. „Ihr wart ein wichtiger Teil dieses Gremiums.“ Ausscheiden werden Marco Bittner, Gemeinderat von 2014 bis 2020; Josef Schneider, Ortssprecher von 2002 bis 2008, Gemeinderat von 2008 bis 2020 und Mitglied der Gemeinschaftsversammlung von 2014 bis 2020; Martin Plötz, Mitglied des Gemeinderats von 2002 bis 2020. Bittner, Schneider und Plötz hätten Verantwortung übernommen, Zeit und Ideen eingebracht, um ehrenamtlich tätig zu sein. Mit viel Elan und Sachkenntnis hätten sie sich engagiert und dabei sowohl Weitblick als auch Sinn für das Machbare bewiesen. Dafür dankte ihnen Prögler.


Der Bürgermeister nutzte aber auch die Gelegenheit, die derzeitige Situation zu beleuchten. „Wir werden die Folgen der Corona-Krise auch in unserer Gemeinde spüren“, sagte Prögler. Er hofft, dass der Staat die Kommunen nicht im Regen stehen lasse und ihnen finanzielle Unterstützung zukommen lasse. Der Bürgermeister blickte dann am Ende seiner ersten Amtszeit auf das Erreichte zurück. Schlaglichtartig streifte er die verschiedenen Projekte. Eine arbeitsintensive, aber gelungene Maßnahme sei die Einfache Dorferneuerung gewesen. Entstanden sei ein „absolut attraktiver Dorfmittelpunkt“. Als weitere bauliche Maßnahmen nannte Prögler die Sanierung der Dachkonstruktion der Zweifachturnhalle und die geplante energetische und Dachsanierung der Alten Schule. Die Förderung sei in trockenen Tüchern.


Infolge des Unwetters 2016 wurden verschiedene Maßnahmen im Bereich Waldbadstraße, Irlacher Straße und Rothenbühlweg durchgeführt. Auch im kulturellen Bereich wurden Akzente gesetzt, sagte Prögler und erinnerte an die Aufnahme des Spitzenklöppelns in das Landes- und Bundesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Zum anderen wurde der künstlerische Nachlass Ludwig Gebhards mit dem Skulpturenweg gekonnt in Szene gesetzt.


Einen neuen Weg habe man im Tourismus eingeschlagen. „Unser großes Pfund ist der Silbersee, der Rundwanderweg eine echte Attraktion“, sagte Prögler. Letzterer soll nun zu einem barrierearmen, behindertengerechten Naturlehrpfad ausgebaut werden. Oberstes Ziel war und ist laut Prögler eine familienfreundliche Gemeinde. „Hier sind wir gut aufgestellt“: von Kinderkrippe über Jugendtreff bis hin zur Tagespflege des BRK – „alle Generationen sind bei uns gut aufgehoben“.


Eine wichtige Rolle spiele auch die ärztliche und gesundheitliche Grundversorgung. Nicht zu vergessen die Helfer-vor-Ort-Gruppe. Damit sind die Voraussetzungen für ein Grundzentrum gegeben, auch dank der Handwerks- und Dienstleistungseinrichtungen und dem Einzelhandel mit Waren des täglichen Bedarfs. Wermutstropfen sei jedoch die Schließung der Raiffeisenbank.


Dass immer mehr Menschen in der Gemeinde leben wollen, beweise die Bautätigkeit der vergangenen Jahre. Öffentliche Bauparzellen seien rar geworden, neue zu schaffen, sei eine Zukunftsaufgabe. Auch die Ortsteile seien nicht zu kurz gekommen, so Prögler. Als historischen Schritt bezeichnete er, dass nun fast alle Gemeindeteile an die zentrale Kläranlage angeschlossen sind. Und trotz aller Investitionen sei es gelungen, die Pro-Kopf-Verschuldung zu reduzieren. Zum Ende des Jahres 2019 lag sie bei 538,40 Euro.

Das Erreichte sei eine Gemeinschaftsleistung eines engagierten Teams. Dabei habe es sich bezahlt gemacht, dass der Gemeinderat parteiübergreifend sehr gut zusammengearbeitet habe. Das Wohl der Gemeinde und deren Bürger stand dabei stets im Mittelpunkt.

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