"Feuereimer" der FFW Katzelsried

Mit Aktion wirbt FFW um Neumitglieder

"Feuereimer" der FFW Katzelsried

Ort
Katzelsried / Stein / Grubhof

Veranstalter
FFW Katzelsried

Termine
Mi, 20.09.2017

Einen feuerroten Eimer werden an diesem Wochenende die Bewohner der Ortschaften Katzelsried, Stein und Grubhof vor ihrer Haustüre stehen haben. Dabei handelt es sich weder um eine dubiose Sammelaktion noch um Putzeimer. Die roten Eimer sind „Haushalts-Löschkübel“. So steht’s zumindest drauf. Mit diesem Eimer – zehn Liter passen hinein – müssen die Bewohner der drei Ortschaften künftig löschen, wenn’s daheim einmal brennt. Eine Anleitung gibt’s gleich dazu: den Brand melden, dann circa zehn Minuten warten (hoffen, dass die Feuerwehr kommt), keine Feuerwehr vor Ort – Haushalts-Löschkübel mit Wasser füllen. Sollte das Feuer zu groß sein, die Nachbarn informieren und eine Kübelkette bilden. Das Ganze ist natürlich lustig gemeint. Denn dahinter steckt eine Aktion der örtlichen Feuerwehr, die damit um neue Mitglieder wirbt. So witzig die Aktion klingen mag – sie hat einen durchaus ernsten Hintergrund, wie Kommandant Josef Reitinger erklärt.


Immer öfter kommt es vor, dass der Wehr bei Einsätzen die Aktiven fehlen. Vor allem tagsüber ist es schwierig, die Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Auf etwa zehn der rund 110 Mitglieder kann Reitinger im Ernstfall zählen, die meisten gehören der Vorstandschaft an. Der FFW Katzelsried, Stein, Grubhof gehen schlichtweg die aktiven Mitglieder aus. Doch das Problem ist  nicht hausgemacht: Vielen anderen Feuerwehren geht es genauso. Als Gründe nennt Reitinger Arbeitsplätze außerhalb, verändertes Freizeitverhalten und den demografischen Wandel. Damit er bei einem Einsatz  nicht irgendwann allein dasteht, müssen neue Mitglieder her. Und dafür hat sich die Wehr die Löschkübel-Aktion ausgedacht: eine innovative und kreative Art der Mitgliederwerbung, die zugleich wachrütteln soll. Kommandant Reitinger will dem Mitgliederschwund in der Aktiven-Truppe rechtzeitig entgegenwirken. Auf die Eimer-Aktion ist er im Internet gestoßen. „Wir können nicht zuschauen, wie es immer weniger werden. Wir müssen jetzt tätig werden“, ist er überzeugt. Man müsse die Leute wachrütteln und daran erinnern, dass der Dienst der Feuerwehr nicht selbstverständlich sei. Deshalb will die Wehr neue Wege gehen: Reitinger und seine Kameraden  fahren am heute, Freitag, und morgen, Samstag, die Haushalte in den Ortschaften Katzelsried, Stein und Grubhof an, um die circa 60 Eimer zu verteilen. In den Eimern befindet sich  Infomaterial, dazu ein Aufruf der örtlichen Wehr. Darauf steht, dass es Hilfe bei Katastrophen und Unglücksfällen nicht zum Nulltarif gibt. Die Freiwillige Feuerwehr lebe vom Mitmachen. Aber wenn keiner mitmacht, kann im Einsatzfall auch keiner kommen. Angesprochen werden sollen Jugendliche, Männer und Frauen, die bereit sind, bei der Freiwilligen Feuerwehr mitzumachen.


 Zudem ist im Eimer eine Einladung für   alle Bürger, sich am Mittwoch, 20. September,   ein Bild von der Arbeit der Feuerwehr zu machen. Im Rahmen der Aktionswoche findet um 18.45 Uhr die  Übung des KBM-Bereichs Tiefenbach beim Gasthaus Steiner Wirt in Stein statt, bei der Zuschauer ausdrücklich erwünscht sind. Reitinger hofft, dass die Aktion mit den Eimern ein Erfolg wird und sich neue Aktive für die FFW Katzelsried finden werden.

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