Jetzt heißt es „Ans Licht!“

Neue Ausstellung im Museum Ludwig Gebhard eröffnet.

Jetzt heißt es „Ans Licht!“

Ort
Tiefenbach

Veranstalter
Gemeinde Tiefenbach

Termine
Fr, 19.09.2025

Zur Ausstellungseröffnung begrüßte Bürgermeister Ludwig Prögler in der Alten Schule, in der das Ludwig-Gebhard-Museum untergebracht ist, die Konradine Gebhard mit ihrem Lebensgefährten Klaus Dander, Laudator Reinhard Fritz sowie die Kulturbeauftragte des Landkreises, Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx. Die neue Ausstellung zeigt Werke des in Tiefenbach gebürtigen Künstlers Ludwig Gebhard, die noch nie veröffentlicht wurden, und so trägt sie den passenden Namen „Ans Licht“. Mittleiweile kann dieses Kunstmuseum auf 25 Jahre zurückblicken und ein Gründungsvater war der damalige Bürgermeister Johann Müller. Ihm und einem treuen Helfer im Hintergrund, der ehemalige Gemeinderat Manfred Servi, galt Pröglers großer Dank für die stetige Unterstützung. Müller blickte auf die Entstehung des Museums zurück und erste Gedanken an Räumlichkeiten, welche die Werke des im Jahre 1933 geborenen Künstlers zeigen könnten, stammen von einem Klassentreffen im Jahr 1977. Erst die Fertigstellung des neuen Schulgebäudes 1997 an der Sonnenstraße machte den Weg und die Räume frei für ein würdiges, umfangreiches Museum in den alten Klassenräumen, die Ludwig Gebhard selbst besucht hatte. Im Jahr 2000 war es dann so weit, dass in dieser Alten Schule in zwei Stockwerken das umfangreiche Schaffen der Öffentlichkeit präsentiert werden konnte. Ludwig Gebhard lebte bis zu seinem Tod 2007 in Landsberg am Lech und er selbst sagte „Die Kunst war mein Leben“.

Seine Witwe Konradine Gebhard freute sich außerordentlich über die neue Ausstellung und dankte Altbürgermeister Müller für seine Ausführung zum Jubiläum des Museums sowie der vielfältigen Unterstützung. Vielen Dank richtete sich ebenso an Bürgermeister Prögler und sie kam nicht mit leeren Händen, denn als Geschenk aus dem Vermächtnis ihres Mannes überreichte sie der Gemeinde eine Bleiverglasung in Blau und mehrere Graphiken. Nun bat sie Künstler Reinhard Fritz ans Rednerpult und er konnte an diesem Tag ebenfalls ein kleines Jubiläum feiern. Vor zehn Jahren war er erstmals Gast bei einer Ludwig-Gebhard-Ausstellung, die er als fachkundiger Künstler dem interessierten Publikum vorstellen durfte. So kam zu Beginn seiner Ausführungen die berechtigte Frage auf: „Warum nie gezeigte Werke?“ Sind diese Plastiken, Keramiken, Linolschnitte und einige Plakate nicht vorzeigefähig, sprich also Ladenhüter? Mitnichten, meinte Fritz, sie passten einfach bisher nicht in die Ausstellungen, die oft speziell etwa sakrale Kunst darstellten. Diese Linolschnitte sind fast einen Meter hoch und man darf mit Fug und Recht behaupten, dass Gebhard in dieser Kunst ein wahrer Meister war. Erstmals gibt es in dieser Ausstellung Teller und Schalen zu sehen, die mit sehr dekorativen Mustern und Ornamenten verziert worden sind. Herausragend sind die sieben Kreidezeichnungen aus den Jahren 1986 und 2000. Sie sind ungerahmt freischwebend aufgehängt und dies betone das Papier in seiner Fragilität. Zuletzt ging Fritz auf die Ausstellungsplakate ein, die ja ein Künstler als werbendes Zeitdokument geschaffen hat. Hier ist ebenfalls abzulesen, wie weit Ludwig Gebhard herumgekommen ist.

Vielen Dank für die wertvollen Ausführungen sagte Bürgermeister Prögler. Bevor die Ausstellung eröffnet wurde, bedankte er sich bei Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx, die an diesem Tag letztmals in ihrer Funktion als Kulturbeauftragte des Landkreises zu einer Ausstellungseröffnung nach Tiefenbach gekommen war. Sie geht nächstes Jahr in ihren wohlverdienten Ruhestand und für ihre vielfältigen Verdienste, nicht nur für die beiden Museen der Gemeinde Tiefenbach, gelte ihr bereits heute ein großes Dankeschön. Mit ihrem umfangreichen Wissen, vielen neuen Ideen und Anregungen habe sie die Kulturlandschaft auch in Tiefenbach enorm bereichert und sichtbare Spuren hinterlassen. Nun waren die kunstinteressierten Besucher lange genug auf die Folter gespannt und konnten sich endlich an den neuen Werken von Ludwig Gebhard sattsehen. Vielfach kam hier der Ausspruch, wie präzise der Künstler mit den verschiedensten Materialien immer wieder neue Ideen in bildende Kunst umsetzte.

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