Besonderer Dankgottesdienst für Pfarrer Albert Hölzl zum 50. Geburtstag
Ort
Tiefenbach
Veranstalter
Pfarreienverband Waldmünchen-Tiefenbach
Termine
Do, 27.11.2025
Pfarrer Albert Hölzl ist Mitte November 50 Jahre alt geworden. Seinen Geburtstag wollte er eigentlich ohne großes Aufsehen feiern und hat sich deshalb auf ein Kreuzfahrtschiff begeben. Doch der Pfarrer hatte die Rechnung ohne seine Schäfchen aus dem Pfarreienverband Waldmünchen-Tiefenbach gemacht. Die Pfarrgemeinderatssprecher nutzten die Zeit seiner Abwesenheit und organisierten eine kleine Überraschung. Die Gelegenheit, zusammen mit dem Pfarrer zu feiern, bot sich am Donnerstag, als Hölzl anlässlich seines 50. Geburtstags einen Dankgottesdienst beging, zu dem er auch seine beiden Studienkollegen Pfarrer Michael Reißer und Pfarrer Bernhard Reber eingeladen hatte. Aber nicht nur die waren gekommen.
Die Pfarrkirche in Tiefenbach war voll besetzt, als Hölzl das Gotteshaus betrat. Und die nächste Überraschung folgte auf den Fuß. Beim Einzug mit den Ministranten des Pfarreienverbandes erklang Hölzls Lieblingslied „Highland Cathedral“. Nach der Eröffnung des Gottesdienstes, den Hölzl zusammen mit den Geistlichen Reißer, Reber und Pater Anish zelebrierte, schallte ihm ein lautes „Happy Birthday“ entgegen. Sichtlich bewegt stellte Hölzl fest, dass er sich so einen Aufwand zu seinem Geburtstag nicht hätte träumen lassen. „Man kann keinen Fuß aus den Pfarreien machen. Schon ignorieren sie alles, was meinen Geburtstag betrifft“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Aber er freue sich natürlich sehr.
Er wolle heute zusammen mit den Gläubigen einen Dankgottesdienst feiern, denn 50 Jahre seien es wert, Gott für sein Leben zu danken, in dem er so viel erlebt habe, zum Priester geweiht worden sei und seinen Glauben gefestigt habe. Als Lesung hatte Hölzl den Text aus seiner Primiz vorgelesen, die für ihn einen zentralen Punkt, seinen Leitspruch, beinhalte: Der Herr hat mich gesandt. Aus diesem Grund habe er auch seine beiden Studienkollegen zu diesem Gottesdienst eingeladen, die für ihn wichtige Menschen seien, genauso wie die beiden Pfarrvikare Meckel und Anish jetzt im großen Pfarrverband. Diesen zu leiten, sei für ihn eine große Überlegung gewesen. Er habe sich gefragt, ob er diese große Aufgabe, die ihm angetragen wurde, auch schaffen könne, sagte Hölzl. Aber Gott habe ihm Menschen an seine Seite gestellt, die ihn begleiteten und unterstützten.
Nach dem Gottesdienst, den die Kirchenchöre aus Tiefenbach, Treffelstein, Ast und der Chor Cantamo mit einer wunderbaren Liedauswahl gestalteten, folgte Überraschung Nummer drei.
Karin Wallner, die Pfarrgemeinderatssprecherin aus Treffelstein, sprach im Namen der Pfarreien Waldmünchen, Tiefenbach, Treffelstein, Geigant und Ast. Sie wisse, dass Hölzl kein Aufsehen um seine Person und schon gar nicht zu seinem 50. Geburtstag machen wollte. Aber das hätte der Gesamtpfarrgemeinderat mit den Kirchenverwaltungen nicht so hinnehmen können, denn 50 Jahre seien schon etwas Besonderes. Sie alle, auch die anwesenden Gläubigen, wollten mit diesem Gottesdienst zeigen, wie wertvoll er, Hölzl, für alle sei und wie er von allen geschätzt werde. Weil die Rede noch nicht zu Ende sei und Hölzl ja jetzt schon 50 sei, solle er sich doch auf einen Stuhl setzen und zuhören, sagte Wallner mit einem Schmunzeln.
Die Treffelsteinerin gestand, dass sie für den nächsten Teil ihrer Ausführungen die Künstliche Intelligenz zurate gezogen habe, wollte sie doch für jeden Buchstaben seines Vornamens Albert eine Eigenschaft aufzählen. A stehe für die Aufmerksamkeit und sei ein Geschenk, dass man sich gegenseitig machen könne. Zudem sei die Aufmerksamkeit eine Kunst, jemanden wahrzunehmen, und die Grundlage für eine Beziehung. Diese Aufmerksamkeit habe der Pfarrer auf jeden Fall. Das L stehe für liebenswürdig. Auch diese Eigenschaft treffe auf Hölzl zu. Er wertschätze Menschen und gebe ihnen das Gefühl, wichtig zu sein. Das B stehe für die Beliebtheit. Sie sei jedoch abhängig von äußeren Faktoren. Wahre Beliebtheit komme aber von innen.
Das E stehe für Ehrlichkeit, die immer richtig, aber nicht immer leicht sei. „Ehrlichkeit, Herr Pfarrer, gehört zu Ihren Tugenden.“ Das R stehe für Ruhe, ein kostbares Gut, das bei Hölzl oft zu kurz komme, er aber dringend benötige. Das T stehe für Talent, das er definitiv besitze – ein Geschenk, das er auf jeden Fall von Gott erhalten habe. Kurzum: Der Name Albert passe zu ihm, weil Hölzl eine starke Persönlichkeit sei, edel, großzügig und mitfühlend, wie ein guter Pfarrer eben sein sollte.
Als Zeichen ihrer Wertschätzung übergaben die Pfarrgemeinderatssprecher Hölzl ein Geschenk, das dafür sorgen solle, dass er einmal Zeit für sich habe, zur Ruhe kommen und dabei neue Kraft schöpfen könne, um den eigenen Akku wieder aufzuladen, sagte Thomas Bauer im Namen der Pfarrgemeinderäte. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Waldmünchen, Martin Frank, gratulierte Hölzl im Namen der drei Kommunen. Durch Hölzls unermüdliches Wirken und seine Hingabe würden der Glaube, das Miteinander und das tägliche Leben in den Pfarrgemeinden positiv geprägt. Er dankte Hölzl für sein großartiges Wirken, für seine menschliche Wärme und das Vertrauen, das er allen entgegenbringe, und überreichte im Namen seiner Bürgermeisterkollegen ein Geschenk.
Das letzte Wort hatte Hölzl. Emotional berührt stellte er fest, dass es das Größte sei, dass alle gemeinsam mit ihm Gottesdienst gefeiert hätten. Er sei reich beschenkt worden, aber eines der schönsten Geschenke sei, dass er hier sein dürfe. Anschließend lud der Pfarrgemeinderat alle zu einem gemütlichen Beisammensein in der Kirche ein. Dabei hatten die Anwesenden Gelegenheit, Hölzl persönlich zu gratulieren, und jeder nahm diese Gelegenheit wahr.
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