Wehr hat einiges vor

Breitenrieder FFW auch gesellschaftlich ein Aktivposten.

Wehr hat einiges vor

Ort
Tiefenbach

Veranstalter
Gemeinde Tiefenbach

Termine
Sa, 21.03.2026

Die FFW Breitenried ist nach wie vor voller Tatendrang. Deutlich wurde das bei der Jahresversammlung der Wehr. So soll beim Gerätehaus ein kleiner Anbau entstehen, um die diversen Utensilien der Wehr lagern zu können. Sowohl mit Arbeitskraft als auch mit finanziellen Eigenmitteln will die Ortswehr das Projekt mit Unterstützung der Gemeinde schultern.

Bevor aber Vorsitzender Markus Zilk die Vereinsmitglieder darüber näher informierte, blickte er auf verschiedene Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück. Im Mittelpunkt stand dabei das traditionelle Kirchweihfest, das witterungsbedingt weniger Besucher bescherte als im Vorjahr. Für die Vorstandschaft aber kein Grund zur Panik, unterm Strich ist sie mit dem Verlauf und dem finanziellen Erös durchaus zufrieden. „Das ist jammern auf hohem Niveau“, bekannte der Vorsitzende. Sein Dank galt hier allen, die in irgendeiner Form mitgeholfen haben. Auf alle Fälle steht die Kult-Veranstaltung wieder für 6. und 7. September dieses Jahres im Kalender.

Ein „Fest für die ganze Familie“ soll heuer das traditionelle Maibaumaufstellen werden, bedeutet, dass die Jüngsten im Dorf ihren eigenen Baum in die Höhe hieven dürfen. Geplant ist ferner, erneut ein Johannifeuer zu entzünden. Gedanken sollten sich die Mitglieder über die Anregung machen, statt der Weihnachtsfeier eine Art Sommerfest zu organisieren, vom dem alle Generationen etwas haben. Zilk wies auf Schäden an den Fenstern des Gerätehauses hin, die behoben werden müssten. Die Anzahl der Festbesuche sei bisher überschaubar, beteiligen werde sich die Wehr am Gründungsjubiläum der FFW Hannesried.

Kommandant Stefan Bemerl berichtete von drei Alarmierungen, darunter ein Fehlalarm. Die Wehr absolvierte im Jahresverlauf Übungen, kontrollierte die Zisterne und überprüfte Hydranten. Geklappt hat es im Vorjahr tatsächlich mit einer Leistungsprüfung, wobei Bemerl besonders KBM Martin Holler für die Unterstützung dankte. Erfreulich, dass zur 65 Mitglieder zählenden Wehr auch drei Jugendliche gehören. Für dieses Jahr kündigte der Kommandant diverse Übungen an sowie das Vorhaben, eventuell mit einer Frauengruppe eine Leistungsprüfung zu absolvieren.

Trotz „überschaubarer Einnahmen“ steht die Breitenrieder Wehr finanziell nicht schlecht da. Kassier Stefan Zilk führte einige Investitionen wie den Kauf eines Faltpavillons, eines Einkoch-Automaten oder von Vereins-T-Shirts auf, die zu Buche schlugen. Dagegen trug vor allem der Erlös aus dem Kirchweihfest zu einer positiven Bilanz bei.

Die Bedeutung der FFW Breitenried für die Dorfgemeinschaft hob Bürgermeister Ludwig Prögler hervor. Gesellschaftlich setze sich wichtige Akzente, zudem sei auf sie im feuerwehrtechnischen Bereich immer Verlass. Prögler würdigte das gute Miteinander, das das kleine Dorf auszeichne. Dass die Ortswehr auch wieder Jugendliche in ihren Reihen habe, freute ihn. Für die Zukunft des Vereins sei das immens wichtig. Ein Lob gab’s für die Aktiven für das abgelegte Leistungsprüfung.

Für KBM Martin Holler war das ebenfalls ein dickes Lob wert. Die FFW Breitenried dürfe stolz sein auf den Zusammenhalt, was unteranderem beim Kirchweihfest feststellbar sei. Holler informierte über 74 Einsätze in seinem Zuständigkeitsbereich und über die Vielzahl von angebotenen Ausbildungen für die Aktiven.

Lobende Worte für die kleine Wehr fand ob der zahlreichen Aktivitäten auch KBI Norbert Auerbeck. Im KBI-Bereich sei es ein „relativ normales Jahr“ gewesen. Von den insgesamt 483 Einsätzen ging er auf zwei „besonders fordernde“ näher ein: auf den Waldbrand am „Zwirenzl“ und auf den Verkehrsunfall auf der B22, bei dem eine Frau im Auto verbrannte.

Diskutiert wurde die Anregung, einen Defibrillator anzuschaffen, wobei die Möglichkeit einer Förderung geprüft werden sollte. Der Defi sollte entweder bei der Kapelle oder dem FFW-Gerätehaus installiert werden. Auch die Idee, wieder einen Vereinsausflug durchzuführen, stieß auf offene Ohren. Schließlich kam Vorsitzender Zilk noch auf das Vorhaben, am Gerätehaus einen kleinen Anbau zu errichten, zu sprechen. Die dafür benötigte Fläche stünde zur Verfügung. Aufgrund des „guten Kassenstandes“ könne man die Maßnahme im Einvernehmen mit der Gemeinde wohl stemmen. Nachdem die anwesenden Mitglieder ihre Zustimmung signalisiert hatten, soll das Projekt weiterverfolgt werden.

Für das „stets offene Ohr“ und das gute Miteinander dankte abschließend die Vorstandschaft dem aus dem Amt scheidenden Bürgermeister Ludwig Prögler mit einem Präsent. Er sei in Breitenried immer gerne gesehen. Dieser gab das Kompliment zurück: Die Zusammenarbeit habe ob des offenen und ehrlichen Umgangs Spaß gemacht.

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