Geschenke und lobende Worte für ausscheidende Gemeinderäte.
Ort
Tiefenbach
Veranstalter
Gemeinde Tiefenbach
Termine
Do, 23.04.2026
Sie haben die Gemeinde auf ganz unterschiedliche Weise geprägt: ob als Bürgermeister, Gemeinderat oder Ortssprecher. Was ihnen gemein ist: In wenigen Tagen endet nun der gemeinsame Weg, wenn die neue Amtsperiode beginnt. Insofern war es ein besonderer Moment, als Bürgermeister Ludwig Prögler am Donnerstagabend im Gasthaus Russenbräu Gremiumsmitglieder verabschiedete, die über viele Jahre hinweg Verantwortung übernommen, die Gemeinde mitgestaltet und ihr ein Gesicht gegeben haben. Und zwar in einer Zeit, in der man lieber kritisiere, als sich engagiere. Sie hätten jede Menge Zeit, viel Herzblut und große Energie investiert. „Ihr habt euch eingebracht und stets das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger im Blick gehabt“, sagte Prögler. Gemeinsam habe man Kompromisse gefunden und Entscheidungen getroffen, die die Kommune nachhaltig geprägt hätten.
All das sei im freundschaftlichen Miteinander geschehen, unterschiedliche Meinungen hätten dazugehört, genau das mache eine lebendige Demokratie aus. Trotz sachlicher Auseinandersetzungen habe man stets gespürt, dass hier Menschen zusammenarbeiten, die einander respektieren und ein gemeinsames Ziel verfolgen, sagte Prögler.
Mit dem Ende der Legislaturperiode endet aber nicht nur die Amtszeit von Brigitte Fischer, Ortssprecherin für Hannesried mit Trath, Kagern und Hannesrieder Mühle, Gemeinderätin Eva Prögler (2014 bis 2026), Gemeinderat Alfons Vogl (2002 bis 2026), Gemeinderat Ludwig Zangl (2002 bis 2026), Gemeinderat Gerhard Bücherl (1996 bis 2026) sowie Gemeinderat (2002 bis 2026) und drittem Bürgermeister (seit 2014) Nikolaus Scherr. Es gehe eine weitere Ära zu Ende, sagte stellvertretender Bürgermeister Josef Königsberger: Nach sechs Jahren als zweiter und zwölf Jahren als erster Bürgermeister verabschiedet sich Ludwig Prögler in den kommunalpolitischen Ruhestand. In seine Amtszeit seien der Bau von Feuerwehrgerätehäusern, die Einfache Dorferneuerung, der Ausbau der Sonnen- und Bachstraße und die Ertüchtigung der Hauptdurchfahrtsstraße gefallen. Die Liste könnte man noch um viele, viele Punkte erweitern, sagte Königsberger und nannte die Wasserversorgung, die allgemeine Daseinsvorsorge und die Schaffung von Baugebieten – die Kernaufgaben eines Bürgermeisters. Darüber hinaus habe Prögler die Kommune aber deutlich mehr bereichert.
Die vielen „kleinen Dinge“ würden oft nicht erwähnt, da sie im Haushaltsplan nicht als große Summen abgebildet würden. Aus Königsbergers Sicht würden aber vor allem sie Pröglers Handschrift tragen. So sei viel Neues geschaffen worden. Eines von Pröglers ersten Projekten dürfte die Tagespflege des BRK gewesen sein. So habe er es geschafft, den Leerstand in der Hauptstraße wieder mit Leben zu erfüllen, nachdem das Kaufhaus Wagner seine Türen geschlossen hatte. Weiter nannte Königsberger den Jugendtreff. Das Vertrauen, das Prögler den Jugendlichen geschenkt habe, sei nicht enttäuscht worden. Bisher gebe es keine Beschwerden.
Überhaupt habe Prögler gezeigt, was möglich sei, wenn alle zusammenhalten: ob bei den Handwerker- oder beim Weihnachtsmarkt. Und auch das Waldbad(bistro) gäbe es wohl ohne ihn nicht mehr. Ebenso wenig den Skulpturenweg Ludwig Gebhard, der Pröglers Idee gewesen sei. Die Kulturarbeit liege dem scheidenden Bürgermeister ohnehin sehr am Herzen. „Mit deinem Engagement für unsere Museen, mit deinem Herzblut für das Theaterspielen und das Spaßetl hast du viele Menschen auf unsere Region aufmerksam gemacht. Deiner Initiative ist es auch zu verdanken, dass das Spitzenklöppeln auf die Bundesliste des Immateriellen Kulturerbes gesetzt wurde.“
Auf Pröglers Initiative hin seien der Infopavilion am Schlosshügel, die Erneuerung des Gipfelkreuzes oder die Lauschtour für den Silbersee umgesetzt worden. „Wer sonst käme auf solch ausgefallene Ideen?“ Zwar sei die Auflistung nicht vollständig, zeige sie doch nur einen Teil dessen, was Prögler geschaffen habe. Im gesamten Gemeindegebiet habe er Spuren hinterlassen. „Kronjuwelen, sichtbare Schmuckstücke, die unsere Gemeinde besonders machen.“ All das wäre nicht möglich gewesen, wäre Prögler nicht immer auf der Suche nach „dem besonderen Extra“ gewesen. Und genau diese „kleinen Dinge“ machten eine Region lebenswert, und zwar für alle Generationen. „Du hast es verstanden, zu motivieren und mitzureißen!“ In den vergangenen zwölf Jahren habe Prögler die Gemeinde geprägt, gestaltet, nicht einschlafen lassen und zu dem geführt, was sie heute sei. Er habe nie aufgehört, Neues anzufangen, und damit den Zauber des Anfangs immer fortleben lassen, stets bemüht, die Gemeinschaft als was Besonderes herauszustellen, sagte Königsberger.
Social Media
Gemeinde Tiefenbach
Hauptstraße 33
93464 Tiefenbach
Tel.: 0 96 73 / 92 21 0