Bilanz, Ausblick und Ehrungen

Ludwig Prögler sprach letztmals als Bürgermeister beim CSU-Ortsverband.

Bilanz, Ausblick und Ehrungen

Ort
Tiefenbach

Veranstalter
CSU Ortsverband Tiefenbach

Termine
So, 26.04.2026

Es war zum letzten Mal, dass Ludwig Prögler bei einer Jahresversammlung des CSU-Ortsverbandes als Bürgermeister Bilanz zog. Das aus dem Amt scheidende Gemeindeoberhaupt erinnerte dabei nochmals an die wichtigsten Projekte des Vorjahres, wagte aber auch einen kurzen Ausblick, wobei hier die Geschicke sein Nachfolger Martin Holler lenken wird.

Zunächst zeigte sich aber Prögler in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes überaus erfreut über den sehr guten Besuch der Versammlung im Gasthof Russenbräu. Er erinnerte, dass die Arbeit im Gemeinderat bisher sehr konstruktiv gewesen sei, es habe ein gutes Klima geherrscht. Positiv sei, so der noch amtierende Bürgermeister, dass der Baufortschritt beim ersten Trakt des Pflegezentrums, dem Betreuten Wohnen, bereits deutlich zu erkennen sei. Mit der Tofu-Manufaktur habe sich zudem im benachbarten Gewerbegebiet einiges getan, die Produktionshalle sei in Rekordzeit aus dem Boden gewachsen. In trockenen Tüchern sei nun auch das Baugebiet Tiefenbach-Ost, im Laufe des Jahres könnte eventuell schon die Erschließung in Angriff genommen werden. Gebaut werde zudem in Steinlohe, mit dem neuen Gerätehaus der FFW gehe es dank des großen Engagements der Floriansjünger zügig voran.

Was die anstehenden Aufgaben angeht, verwies Prögler unter anderem auf die geplante Verbundleitung für die Trinkwasserversorgung in Altenschneeberg, auf verschiedene Brückensanierungen, wobei man wegen möglicher höherer Fördergelder noch abgewartet habe, oder die Erneuerung der Heizungsanlage an der Schule. Auch hier könne man eventuell ein zusätzliches Förderprogramm nutzen, so Prögler, deshalb bat er in dieser Angelegenheit ebenfalls um etwas Geduld. Mit auf der Agenda für dieses Jahres stehe die Erstellung eines Nutzungskonzeptes für das Gebäude Hauptstraße 35. Die Bürger würden im Laufe des Jahres eingeladen, um ihre Vorstellungen dazu einzubringen. Als Besonderheit kündigte er schließlich noch die Vorstellung der Sonderbriefmarke „Spitzenklöppeln als Immaterielles Kulturerbe“ mit direktem Bezug zu Tiefenbach im Oktober dieses Jahres an.

In seinem Rückblick als CSU-Ortsvorsitzender erwähnte er einen überaus interessanten wirtschafts- und arbeitspolitischen Informationsabend mit Dr. Christian Hutter sowie ein Besuch bei der Tofu-Manufaktur. Ab Sommer seien schließlich immer mehr die Kommunalwahlen in den Mittelpunkt gerückt. Zunächst musste auf Kreisebene ein Landratskandidat gefunden werden, nachdem Franz Löffler seinen Rücktritt angekündigt hatte. Die Wahl sei schließlich auf Mich Multerer gefallen, der jedoch in der Stichwahl gegen den Bewerber der Freien Wähler, Christian Schindler, den Kürzeren zog. In der Gemeinde bewarb sich Martin Holler für die CSU neben zwei weiteren Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters. Er machte mit 68,9 Prozent der Stimmen deutlich das Rennen.

Veränderungen gibt es laut Prögler auch im Gemeinderat: Hier werden künftig neben sieben altbewährten Ratsmitgliedern fünf Neulinge die Belange der Bürger vertreten. Zu finden sind im Kommunalparlament nun folgende Gruppierungen: CSU, Christlich Freie Wählergemeinschaft, AfD. Wählergemeinschaft Schönau, Wählergemeinschaft Katzelsried-Stein-Grubhof, Wählergemeinschaft Hannesried.

Prögler bedauerte, dass Martin Holler es nicht geschafft habe, auf der Gemeinsamen Liste des Altlandkreises Waldmünchen in den Kreistag einzuziehen. Fehlende Stimmen aus dem Gemeindebereich, die auf anderen Listen landeten, hätten dies letztendlich verhindert.

Martin Holler nutzte die Versammlung, um sich bei den CSU-Mitgliedern für die Unterstützung zu bedanken. Er hoffe auf eine gute Zusammenarbeit im „neuen“ Gemeinderat und versprach, für alle Bürger da zu sein.

Nach 54 Jahren sei im Landkreis Cham das Amt des Landrats von der CSU an die Freien Wähler gegangen, so stellvertretender Kreisvorsitzender Stefan Thomas. 13 Prozent Vorsprung hätten Multerer nicht gereicht, um in der Stichwahl gegen Schindler zu bestehen. Das sei aber kein Einzelfall gewesen, vielmehr habe sich hier ein gewisser Trend in Bayern abgezeichnet. Erfreulicherweise stelle die GLLW wieder fünf Kreisräte, wobei sich Siegfried Wagner inzwischen der Fraktion der Freien Wähler angeschlossen habe.

Geehrt wurden schließlich für langjährige Zugehörigkeit zur CSU folgende Mitglieder: 60 Jahre: Josef Höcherl, 40 Jahre: Siegfried Zellmer, Holger Gutenberg, 35 Jahre: Albert Prögler, 20 Jahre: Walter Weihrauch.

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