Gleich zwei Bauabschnitte konnte die Familie Eglseder als Bauherr der „Villa Christopherus“, so der offizielle Name der Senioreneinrichtung, letzten Freitag feiern.
Ort
Tiefenbach
Veranstalter
Gemeinde Tiefenbach
Termine
Fr, 19.06.2026
Gleich zwei Bauabschnitte konnte die Familie Eglseder als Bauherr der „Villa Christopherus“, so der offizielle Name der Senioreneinrichtung, letzten Freitag feiern. Der Bauabschnitt eins mit 14 Wohneinheiten und einer Seniorenwohngemeinschaft für zwölf Bewohner erhielt mit dem Zimmermanns Spruch und dem kirchlichen Segen beim Richtfest das Zeichen der Rohbaufertigstellung. Dagegen wurde nur einen Steinwurf entfernt, der Bauabschnitt zwei mit dem Spatenstich begonnen. In diesem Baukörper werden 50 vollstationäre Pflegeapartments errichtet, die ausschließlich in Einzelzimmern konzipiert sind. Zu diesen feierlichen Anlässen begrüßte Brigitte Eglseder, die Ehefrau von Geschäftsführer Josef Eglseder eine Reihe hochrangiger Persönlichkeiten. Allen voran Landrat Christian Schindler, der das Projekt als zukunftsweisenden Meilenstein für die Gemeinde Tiefenbach und den gesamten Landkreis Cham sieht. Beim Start der Planungen 2022 erinnerte sich er an manch kritische Stimmen, die den kleinen Ort Tiefenbach als nicht idealen Platz für eine Investition dieser Größe sahen. Solche Projekte sind für Generationen gebaut und er dankte allen Beteiligten, die an der Verwirklichung mitarbeiten. Als Mitglied des Landtages erinnerte sich Dr. Gerhard Hopp an eine Sitzung am runden Tisch im Jahr 2024 in Tiefenbach, bei dem es um die abschließende Planung dieses großen Projektes ging und jetzt sehen die Investoren, Senioren und alle Bürger, dass dieses Objekt der Fertigstellung entgegeneilt. Dank der Förderung über „Pflege so nah“, die nicht zuletzt dank der Initiative von Judith Gerlach als bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, mit der Hopp in engem Kontakt steht, kann dieses Vorhaben nun zu einem guten Ende kommen. Als weiteres Mitglied des Landtags begrüßte Frau Eglseder Julian Preidl von den Freien Wählern und dieser kam als generationspolitischer Sprecher für Jugend, Familien und Senioren sehr gern der Einladung nach. In dem Raum in dem später die Seniorenwohngruppe sich zum gemeinsamen Austausch trifft, haben nun die Gäste des Richtfestes und Spatenstiches Platz genommen. Dies erinnert ihn an die schöne Zeit seiner Studenten-WG und dies wird sicher für die älteren Bürger, die hier eine neue Heimat finden, ein Platz der Begegnung und des Miteinanders werden. Das Gebäude wird ja nach dem Typ „E“ wie einfach errichtet und dies bedeutet auch kostensparend und schnell bauen, mit Blick auf das Notwendige. Seinen großen Dank richtete Bürgermeister Martin Holler an die Bauherren Eglseder, dass sie hier in Tiefenbach dieses große Objekt verwirklichen. Sein Dank galt auch dem ehemaligen Bürgermeister Ludwig Prögler, der die „Villa Christopherus“ immer als Glücksfall für die Gemeinde sah. Bauprojekte dieser Größe, so Holler weiter, gehen nicht von heute auf morgen. Doch jetzt befindet sich das Mammutprojekt auf der Zielgeraden und er wünscht für die Zukunft alles Gute. Als verantwortlicher Architekt ging Klaus Geiwagner aus Pfarrkirchen auf die spätere Nutzung der einzelnen Räume ein und erwähnte, dass alle Bäder in der zu errichtenden Pflegestation komplett vorgefertigt werden und nur noch eingehoben und an das Gebäude angeschlossen werden. Erbaut wird der gesamte Komplex in Massivbauweise mit Ziegeln und Betondecken. Natürlich sind alle Räume in diesem Haus, das nach den Energierichtlinien KfW 40 erbaut wird, behindertengerecht zugänglich. Die Heizung erfolgt über Wärmepumpen und für Strom sorgt eine PV-Anlage auf den Dächern. Nun bat Brigitte Eglseder alle Gäste zur Baugrube, wo am Rande eine große LKW-Ladung Sand auf die auserwählten Männer wartete, die nun zum Spaten griffen und auf Kommando mit dem Spatenstich diesen letzten Bauabschnitt eröffneten.
Mit einem gemeinsamen Spatenstich ging der zweite und letzte Bauabschnitt bei der „Villa Christopherus“ in die Ausführungsphase. (v. links) Dr. Werner Duschner, Uwe Fricke Sozialbank AG, Architekt Klaus Geiwagner, Josef Eglseder, MdL Dr. Gerhard Hopp, Landrat Christian Schindler, Peter Hain Firma Rädlinger, Bürgermeister Martin Holler und MdL Julian Preidl.
Nach dem Spatenstich bat Frau Eglseder Zimmermann Sepp Griesbeck von der gleichnamigen Zimmerei aus Chammünster um den Richtspruch. Dieser erfolgte zwar in alter Manier in Reimform mit sehr treffenden Texten, jedoch nicht oben auf dem Dachstuhl, denn das Dach wurde bereits eingedeckt, sondern im kühlen Gemeinschaftsraum der Senioren-WG. Pfarrer Albert Hölzl kam abschließend der Bitte um die Segnung des Rohbaus im Bauteil eins gerne nach und stellte fest, dass Gottes Segen in erster Linie den Menschen, also den Bauarbeitern, allen Mitwirkenden mit den Bauherren und den späteren Bewohnern, die in diesem Haus eine neue Heimat finden werden, gilt. Ein gemeinsam gebetetes Vater unser und der Schlusssegen beendeten Richtfest und Spatenstich. Vielen Dank sagten die Bauherren Eglseder und dankten allen Anwesenden, allen Bauarbeitern und beteiligten Firmen und sehen der baldigen Fertigstellung entgegen.
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