Baugebiet „Tiefenbach Ost“
Ort
Tiefenbach
Veranstalter
Gemeinde Tiefenbach
Termine
Di, 04.08.2026
Umfangreiche Gemeinderatssitzung im August
Baugebiet „Tiefenbach Ost“
ist auf dem Weg
Tiefenbach. Fast vollständig
konnte Bürgermeister Martin Holler die Mitglieder des Gemeinderates zur Sitzung
im August begrüßen. Trotz der tropischen Temperaturen waren fünf Gäste gekommen
um der umfangreichen Tagesordnung beizuwohnen. Der Neubau eines Einfamilienhauses
mit Doppelgarage in Schönau wurde als erstes besprochen und hier hatte das
Gremium keinerlei Einwände gegen diese Baumaßnahme.
Nun stand das zukünftige Baugebiet mit neun Parzellen im Bereich „Tiefenbach Ost“ zur Besprechung an und hier erläuterten Bürgermeister Holler und Geschäftsführer Johann Braun die öffentliche Auslegung und Stellungnahmen der betreffenden Referate. Erst am 27. Juli dieses Jahres ist die Einspruchsfrist von Bürgern zu Ende gegangen und hier gab es keinerlei Anträge oder Mitteilungen. Das Sachgebiet Bauwesen im Landratsamt Cham fordert eine max. Attikahöhe von 8,0 Meter bei Hauptgebäuden und 4,5 Meter bei Garagen und Nebengebäuden. Bei der Zufahrt zum Baugebiet von der Hauptstraße aus wird bereits jetzt die benötigte Fläche für eine zukünftige Linksabbiegerspur reserviert. Diese Spur wird jedoch erst bei einer eventuellen Erweiterung notwendig. Fragen von den Gemeinderäten betrafen das Oberflächenwasser und die Preise für die Grundstücke. Regenwasser wird bis zu einer Erweiterung in den vorhandenen Mischwasserkanal eingeleitet und später in einen schon jetzt zu erstellenden Regenwasserkanal gesammelt. Eine konkrete Preisvorstellung konnten Holler und Braun noch nicht treffen, da nun erst die Ausschreibung für die Erschließung rausgeht und erst mit den eingegangenen Angeboten lässt sich eine Vorabkalkulation erstellen. Eine konkrete Reservierung ist jedoch schon eingegangen und dies wäre für die weiteren Parzellen unverbindlich möglich. Interessenten sollten sich ganz unbürokratisch bei der Gemeinde oder Bürgermeister Holler melden.
Ebenfalls um Bauplätze ging es bei der Ortsabrundungserweiterung „Fahrenweiher“. An der Sonnenstraße gegenüber dem Sportplatz wären zwei Parzellen für eine Wohnbebauung angedacht. Dabei hat bereits das Sachgebiet „Technischer Umweltschutz“ im Landratsamt Cham Bedenken wegen des benachbarten landwirtschaftlichen Anwesens aufgeführt. Hier verweist die Verwaltung auf ein bestehendes umfangreiches Gutachten und gibt deshalb grünes Licht für das Vorhaben. Ebenfalls kam das Oberflächenwasser zur Aussprache, welches aber hier in einen bereits vorhandenen Regenwasserkanal geleitet werden kann. Grundsätzlich wird angemerkt, dass jeder Bauherr sein Oberflächenwasser ab Besten sammeln und auf seinem Grundstück verwenden sollte. Dies würde auch einem absinkenden Grundwasserspiegel entgegenwirken.
Ebenfalls richtig teuer wurde es beim TOP 5 Straßenbaumaßnahmen und Brückenbaumaßnahmen. An der Staatsstraße 2154 in Schönau wird nach Vorarbeiten durch den Bauhof an mehreren Stellen eine Deckschicht eingebracht und das erstmals für die Straße nach Hoffeld eingesetzte „Blow-Patcher-Verfahren“ soll auch an weiteren Schadstellen im gesamten Gemeindebereich angewendet werden. Ortssprecher Josef Wittmann sieht diese Reparaturstellen als ordentlich gemacht an, aber Richard Wutz gab zu bedenken, man solle erst im Frühjahr sehen, wie diese reparierten Stellen den Winter überstanden haben. Die Brücke über den Perlbach in Schönau ist stark reparaturbedürftig und mit einer Kostenschätzung von rund 495.000 Euro liegt diese schon fast beim Neupreis. Deshalb wird ein Neubau erwogen, aber eine mögliche Förderung ist an verschiedene Bedingungen geknüpft. Um einen Zuschuss von 50 bis max. 60 Prozent zu erhalten, sind noch Vorarbeiten und Prüfungen notwendig. Deshalb wird ein Antrag frühesten Ende 2027 gestellt werden können. Im Haushaltsplan werden dazu die notwendigen Mittel eingeplant. Wie so oft ging es auch in dieser Sitzung um die Wasserversorgung im Gemeindegebiet. Für den Zuwendungsbescheid zum Verbundleitungskonzept bis 2030 benötigt der Vorsitzende Holler einen Beschluss um das Sanierungskonzept weiter auf den Weg zu bringen. Als ersten Schritt für eine Verbundleitung von Tiefenbach nach Altenschneeberg soll eine Teilbürgerversammlung einberufen werden. Der Baubeginn könnte noch im Spätherbst dieses Jahres oder im zeitigen Frühjahr liegen. Bürgermeister Martin Holler informierte nur die Sitzungsteilnehmer über das „Innen-statt-Außen Projekt Hauptstraße 35 und über ein Multifunktionsgebäude in Katzelsried, dass über Fördermöglichkeiten durch eine einfache Dorferneuerung finanziert werden könnte. Lange beschäftigt sich die Verwaltung und die jeweiligen Gemeinderäte mit der geplanten Aufteilung der „Rechtlergründe“ in Breitenried. Bereits 2017 schien eine Lösung in greifbarer Nähe, doch die rund 20 Rechteinhaber konnten sich letztendlich nicht auf einen Lösungsvorschlag einigen. Jetzt scheint die Zeit reif für eine Einigung und nun nach der Information der Gemeinderäte wird ein neuer Versammlungstermin vereinbart. Unter Bekanntgaben und Anfragen waren einige Verkäufe von land- und forstwirtschaftlichen Flächen und ein Einfamilienhaus zu verzeichnen. Abschließend unterrichtete Holler die Gemeinderäte über das Bayerische Kinder- und Bildungsgesetz in dem eine verbesserte Förderung durch den Freistaat Bayern für das neue Schuljahr enthalten ist. Ab diesem Zeitpunkt ist auch eine verbindliche Ferienbetreuung der Schüler der ersten Klasse vorgeschrieben. Dazu finden Absprachen mit dem Kindergarten statt, ob die bisher wenigen Kinder dort aufgenommen werden könnten.
In der Dürreperiode mit fast
subtropischen Temperaturen ist vielerorts Wassermangel an der Tagesordnung.
Auch die Gemeinde Tiefenbach rief und ruft weiterhin alle Bürger zum
Wassersparen auf. Bürgermeister Holler bittet dringen auf Bewässerung von
Rasen- und Wiesenflächen zu verzichten und den Verbrauch auf das absolut
notwendige Maß zu beschränken. Außerdem informierte er über die derzeit höchste
Waldbrandstufe fünf und hier ist offenes Feuer im Freien absolut verboten. Dies
betrifft leider auch Zelt- und Grillplätze. Solche und viele weitern Infos
verbreitet die Gemeinde auch über den neuen Whats App Kanal „Tiefenbacher
Gmoi“, den jeder abonnieren kann.
Plan des Ingenieurbüros Brandl und Preischl über das neue Baugebiet „Tiefenbach Ost“.
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