Damit's in Tiefenbach blüht

OGV verweist auf zahlreiche Aktivitäten und hat einiges geplant

Damit's in Tiefenbach blüht

Ort
Tiefenbach

Veranstalter
Grundschule Tiefenbach

Termine
Mi, 28.03.2018

Zur Jahresversammlung des OGV Tiefenbach konnte Vorsitzende Bianca Ederer viele Mitglieder  in der Waldbadgaststätte begrüßen. Sie bedankte sich bei allen Mitgliedern für die kräftige Unterstützung während des Jahres. Vor allem bei den vielen Pflegearbeiten im Gemeindebereich. Besonderer Dank galt Richard Schindler für die aufwendige Bearbeitung und Aufbewahrung der Leihgeräte des OGV´s. Diese können nach telefonischer Rücksprache mit Richard Schindler ab sofort ausgeliehen werden. Ederer verwies noch auf die Aktion „Tiefenbach blüht auf“. Mit dieser Aktion sollen vor allem Blumen gepflanzt und gesät werden, die Nahrung für Insekten bieten. Dabei bat sie die Mitglieder auch in der Öffentlichkeit um Akzeptanz für den Kreisverkehr zu werben. Diese Anlage brauche Zeit sich zu entwickeln und eine Blumenwiese muss sich selbst aussäen dürfen. Das heißt, man darf diese nicht wie einen Rasen ständig mähen und muss Abgeblühtes stehen lassen. 

Bürgermeister Ludwig Prögler zollte den Mitgliedern Dank und Anerkennung für die viele ehrenamtliche Arbeit, die geleistet wurde. Aber auch für die vorbildliche Jugendarbeit. Der Kassenbericht von Babl Claudia fiel positiv aus und alle Mitglieder stimmten für die Entlastung. Jugendleiterin Angela Mauerer dankte für die viele Unterstützung und gab einen kurzen Überblick über die geleisteten Aktivitäten des letzten Jahres. Für das neue Jahr ist bereits ein Programm erarbeitet, dass demnächst verteilt wird.

Schriftführern Veronika Ederer gab einen Überblick über das abgelaufenen Vereinsjahr, bei dem viel angeboten und gearbeitet wurde. Für das neue Jahr ist schon einiges geplant, z.B.  der Pflanzerl-Markt Anfang Mai, die Teilnahme an der Dorfolympiade am 16. Juni oder eine Fahrt zur einer Stauden- und Rosengärtnerei. Nähere Informationen gibt es immer rechtzeitig in der Presse und im Schaukasten neben der Metzgerei Emmer.

  Danach übergab Ederer das Wort an Tino Gmach aus Rötz, der über das Ökosystem „Streuobstwiese“ referierte. Streuobstwiesen sind ein ganz spezielles Ökosystem, das aus vielen alten und jungen Bäumen besteht, aber auch aus Totholz. Dieser spezielle Lebensraum ist über Jahrzehnte gewachsen und war früher überall in Deutschland um Siedlungen anzutreffen. Diese Streuobstwiesen dienten der Ernährung der Bevölkerung. Am 15.10.1953 wurde vom Landwirtschaftsministerium der „Emser Beschluss“ erlassen, in dem festgelegt wurde, dass diese Streuobstbestände zu verschwinden haben.   Erst Anfang der 1980er Jahre hat man gemerkt, dass man dadurch wichtige Ökosysteme zerstört hat und es setzte langsam ein Umdenken ein. Viele hochspezialisierte Tiere sind auf Hochstamm-Obstbaume angewiesen, vor allem auch auf „Totholz“. Vögel wie der Neuntöter und der Steinkauz, der bis vor 30 Jahren eine der häufigsten Arten bei uns war, sind nicht mehr im Landkreis vorhanden. Viele Schmetterlinge und Insekten sind auf den Lebensraum „Streuobst“ angewiesen.  Momentan werden zwar Streuobstwiesen neu angelegt, diese müssen aber auch gepflegt werden. Gmach gab den Hinweis, dass man für den Schnitt der Bäume sich mit den sogenannten „Öschberg Schnitt“ vertraut machen sollte. Dieser spezielle Schnitt ermöglicht, schnell und effektiv Bäume auf Streuobstwiesen zu schneiden. Auch die Auswahl der Sorten ist wichtig. Nicht jede Obstsorte eignet sich für Streuobstwiesen, auch wenn es sich um „alte“ Sorten handelt. Das wichtigste bei einer Neuanlage ist allerdings der Faktor „Zeit“. Ca. 100 Jahre wird es dauern, bis eine Neuanlage wieder denselben ökologischen Wert einer bestehenden Anlage hat. Da, wie eingangs erwähnt, alte und junge Bäume und auch Totholz vorhanden sein müsse.

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