Tiefbrunnen geht in Betrieb

Wichtiger Baustein zur Sicherung der Wasserversorgung

Tiefbrunnen geht in Betrieb

Ort
Tiefenbach

Veranstalter
Gemeinde Tiefenbach

Termine
Mi, 15.12.2021

Rund 215 000 Euro hat die Gemeinde Tiefenbach in die Sicherung ihrer Wasserversorgung investiert. Nun ist der neue Tiefbrunnen erschlossen und kann in Betrieb gehen. Er hat eine Schüttung von eineinhalb Litern pro Sekunde.

Bei der offiziellen Bauabnahme zeigte sich Bürgermeister Ludwig Prögler erleichtert, dass die Maßnahme nun dem Ende entgegengehe. Dass sich der neue Tiefbrunnen in direkter Nähe zum Hochbehälter An der Walk befindet, bezeichnete Prögler als Glücksfall. So habe man Kosten sparen können. Einen Dank sprach er allen am Bau beteiligten Firmen aus. Die Arbeiten seien trotz Corona und Lieferschwierigkeiten gut vonstattengegangen. Mit Wolfgang Rohrmüller vom Ingenieurbüro Brandl & Preischl habe die Gemeinde auch bei dieser Maßnahme wieder einen kompetenten Begleiter in Sachen Wasser an ihrer Seite gehabt.

Das Gemeindeoberhaupt machte aber keinen Hehl daraus, dass „uns das Thema Wasserversorgung auch in Zukunft beschäftigen wird“. Schon im kommenden Jahr soll die Verbundleitung von Tiefenbach nach Breitenried hergestellt werden. Des Weiteren steht der Bau einer Druckerhöhungsanlage in der Waldbadstraße auf der Agenda.

Wolfgang Rohrmüller informierte, dass die erste Probebohrung im Jahr 2019 stattgefunden hatte. Danach sei eine 45 Meter lange Wasserleitung vom Brunnen zum Hochbehälter verlegt worden. Der Brunnen selbst befindet sich in 42 Metern Tiefe. Der Schacht wurde von der Firma Gruber aus Cham gegraben. Die Kosten für diesen ersten Bauabschnitt bezifferte Rohrmüller auf rund 98 000 Euro.

Danach folgte die Installation des Hochbehälters. Der neue Zulauf aus dem Brunnen sei an das bestehende Sammelbecken aller Zuläufe im Erdgeschoss des Hochbehälters angebunden. Zur Qualitätsüberwachung des Rohwassers wurde eine Trübenmessung eingebaut. Damit können die vier Zuläufe getrennt voneinander gemessen und bei Bedarf gesondert abgeleitet werden. Auftragnehmer für diese Arbeiten war die Firma ScharrTEC aus Hunderdorf. Die Baukosten betrugen rund 33 000 Euro.

Im letzten Los ging es um Elektroinstallation und Steuerung, die Arbeiten führte die Firma Wasserkraft Kempinger aus Arnschwang aus. Kosten: rund 82  500 Euro.

Die Gesamtkosten für die Erschließung des Tiefbrunnens belaufen sich laut Rohrmüller auf 213 400 Euro. Eine Förderung gibt es nach den Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWas) 2018.

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