Professor ist jetzt sein Berufstitel

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat Dr. Heribert Schröder den Titel verliehen

Professor ist jetzt sein Berufstitel

Ort
Tiefenbach

Veranstalter
GemeindeTiefenbach

Termine
Di, 06.07.2021

Dr. Heribert Schröder gibt sich bescheiden. Dabei hat der Wahl-Tiefenbacher allen Grund, stolz zu sein: Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat ihm den Berufstitel „Professor“ verliehen.

Die Urkunde bekam Schröder kürzlich in einer Feierstunde vom Premierminister Oberösterreichs, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, überreicht. Für ihn sei es weniger Auszeichnung seiner 15-jährigen Lehrtätigkeit, denn Wertschätzung seiner Arbeit für die Konzert- und Opern-Kultur in Österreich und für den Bau des Linzer Musiktheaters, sagt Schröder. „Darüber freue ich mich sehr.“

Heribert Schröder stammt aus dem Rheinland. Er studierte, nachdem er Instrumentalstudien in den Fächern Violine (bei Karl Zentgraf), Klavier (bei Christa-Maria Spendel) sowie eine Gesangsausbildung bei Eberhard Jansen absolviert hatte, an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn Musikwissenschaft, Europäische Ethnologie und Katholische Theologie. Sein Studium schloss er mit der Promotion zum Dr. phil. ab.

Studium in Bonn

Danach wurde er Wissenschaftlicher Assistent am Musikwissenschaftlichen Seminar der Bonner Universität und unterrichtete sowohl dort als auch an der Universität Siegen sowie ab 1999 als Lehrbeauftragter für Orchester- und Opernmanagement am Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

1987 wechselte Schröder in den Bereich des Musikmanagements: zunächst als persönlicher Referent des Generalmusikdirektors beim Orchester der Beethovenhalle Bonn sowie bei den Internationalen Beethovenfesten. Ab 1992 ging er in gleicher Funktion an die Oper Bonn, übernahm jedoch zusätzlich die Position eines Dramaturgen und leitete später auch die Öffentlichkeitsarbeit des Hauses. 1996 wurde er Geschäftsführender Direktor des Stuttgarter Kammerorchesters, 1999 ging er als Orchesterdirektor zu den Bochumer Symphonikern.

Wechsel nach Linz

Weitere Aufgaben übernahm Schröder im Deutschen Musikrat sowie bei den Jeunesses Musicales Deutschland. Als Vorsitzender des Direktoriums der „Internationalen Sommerkurse auf Schloss Weikersheim“ arbeitete er in verantwortlicher Position bei sechs Opernproduktionen mit, die unter anderem von den Dirigenten Lothar Zagrosek, Stefan Sanderling, Dennis Russell Davies und Yakov Kreizberg geleitet wurden. 2001 wechselte Schröder als Künstlerischer Direktor zum Bruckner Orchester in Linz an der Donau, wo er zuletzt als Prokurist und Generalsekretär der Oberösterreichischen Theater und Orchester GmbH wirkte.

Seit 2009 in Tiefenbach

In dieser Funktion war er vor allem für die Projektleitung bei der Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems in der TOG verantwortlich. Damit sollten die Abläufe in einem Organisationshandbuch beschrieben, Stellenbeschreibungen entwickelt, Mitarbeitergespräche eingeführt und die Schnittstellen zwischen Kunst, Technik und Verwaltung auf Doppelgleisigkeiten und unklare Zuständigkeiten hin geprüft werden. Die Verdienste, die sich Schröder in den vergangenen 20 Jahren um die Konzert- und Opernkultur in Österreich erworben hatte, wurden nun mit der Verleihung des Berufstitels Professor gewürdigt.

Auch nach seiner Pensionierung im Herbst 2020 arbeitet Schröder als Berater für zwei Sinfonie-Orchester und koordiniert die künstlerischen und terminlichen Agenden des amerikanischen Dirigenten Dennis Russell Davies. Mit ihm verbinde ihn mittlerweile eine gute Freundschaft. „Er ist wie ein großer Bruder für mich“, sagt Schröder. Mehrere Male war der Dirigent schon im Alten Pfarrhof in Tiefenbach zu Gast, wo Heribert Schröder mit seiner Lebenspartnerin Ursula Sohn seit 2009 lebt. „Wir haben sofort erkannt, welches Potenzial dieses Haus hat“, sagt Schröder.

Nach und nach haben die beiden das denkmalgeschützte Anwesen sach- und fachgerecht restaurieren lassen, um dessen historischen Charme zu erhalten. Für die gelungene Sanierung des 200 Jahre alten Hauses werden Sohn und Schröder nun sogar mit dem Denkmalschutzpreis des Landkreises Cham ausgezeichnet.

„Wir haben nie bereut, hierhergezogen zu sein“, sagt Schröder über seine Wahlheimat Tiefenbach. „Nur mit dem Dialektsprechen hab’ ich noch so meine Probleme“, gibt der gebürtige Rheinländer freimütig zu.

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