Sanierung jetzt abgeschlossen

Ausbau der Irlacher Straße war dringend erforderlich

Sanierung jetzt abgeschlossen

Ort
Tiefenbach

Veranstalter
Gemeinde Tiefenbach

Termine
Fr, 22.10.2021

Die Irlacher Straße hat besondere Bedeutung für die Gemeinde Tiefenbach. Handelt es sich dabei doch um die viel befahrene Zufahrtsstraße aus Richtung B22, die sich in den vergangenen Jahren in seinem sehr schlechten, fast schon miserablen Zustand präsentiert hatte.  Eine Sanierung war dringend notwendig. Diese ist nun abgeschlossen. Aus diesem Grund haben sich Vertreter von Kommune, Baufirma, Planungsbüro und Staatlichem Bauamt getroffen.

„Mit der Maßnahme hat das Einfahrtstor zu Tiefenbach nun ein überaus freundliches Gesicht erhalten“, sagte Bürgermeister Ludwig Prögler, als am Freitag der erste Bauabschnitt zur Sanierung der Ortsdurchfahrt offiziell für beendet erklärt wurde. Die Irlacher Straße sei jetzt eine Art Visitenkarte für eine „lebens- und liebenswerte Gemeinde“. „Eigentlich müsste sie jetzt in Hans-Reichhardt-Straße umbenannt werden“, sagte der Bürgermeister in Anspielung auf den damaligen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr. Der nämlich hatte auf Bitten der Gemeinde 2019 die Zusage gegeben,   nicht nur die Irlacher Straße (St 2400), sondern auch die Hauptstraße (St 2154) auf Vordermann zu bringen. Und des Ministers Wort hatte Gültigkeit. „Das hoffen wir natürlich auch für den Ausbau der Hauptstraße“, sagte Prögler, für die die Bereitstellung der Mittel durch den Freistaat noch ausstehe.

Die Sanierung der Irlacher Straße hat für Tiefenbach noch aus einem zweiten Grund große Bedeutung: Die Gemeinde konnte im Zuge der Arbeiten auch Kanal und Wasserleitung erneuern und dafür das Förderprogramm des Freistaats RZWAS (Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben) 2018 in Anspruch nehmen. Das gewährleistete eine mindestens 50-prozentige Förderung. „Dieser Synergieeffekt ist ein echter Glücksfall für die Kommune“, so Prögler. Außerdem wurden Mikrokabelverbundrohre für einen späteren Glasfaserausbau durch den Eigenbetrieb Digitale Infrastruktur des Landkreises mitverlegt. Dabei sei die Kommune zum Teil in Vorleistung gegangen. Erneuert wurde ferner der Gehweg, teilweise erhielt er einen Pflasterbelag, so dass hier ein einheitliches Erscheinungsbild von der Sonnenstraße über die Irlacher Straße Richtung Hauptstraße fortgeführt wurde. „Es war eine nicht ganz einfache Baustelle“, sagte Prögler und verwies auf die Unterquerung des Bachlaufs, die mit einigen Unwägbarkeiten verbunden gewesen sei. Jedoch sei auch diese Hürde mit Können und fachlichem Geschickt gemeistert worden.

Und noch eins stellte Prögler fest: „Der Ausbau der Irlacher Straße durch den Freistaat ist ein Volltreffer für die Gemeinde.“ Ob die Kommune, was in Zeiten von und nach Corona die Finanzen betrifft, die Zusage noch einmal bekommen würde, sei mehr als fraglich. Nichtsdestotrotz hoffe man jetzt auf den zweiten Schritt, die Sanierung der Hauptstraße. „Wir jedenfalls wären gerüstet.“ Die Planungsarbeiten seien voll im Gange und würden demnächst der Bevölkerung vorgestellt. Sein  Dank galt allen Anliegern, die mit großer Geduld die Baumaßnahme ertragen hatten.

Baudirektor Berthold Schneider, Leiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Regensburg rief einige Eckdaten des ersten Bauabschnitts zur Sanierung der Tiefenbacher Ortsdurchfahrt in Erinnerung. Das Kostenvolumen bezifferte er auf rund 1,6 Millionen Euro, 650000 Euro entfallen auf die Gemeinde für Kanal, Wasserleitungen und Gehweg. Er bezeichnete es als Freude, dass wieder etwas geschaffen worden sei. Man sei bemüht, das Notwendigste zu machen. Wegen der angespannten Haushaltslage sei es schwierig, Versprechungen zu machen.

Schneiders Kollege Johann Weiß, Projektleiter am Staatlichen Bauamt, erläuterte die einzelnen Maßnahmen anhand von Plänen. Die Baulänge betrug rund 800 Meter, 380 Meter erhielten einen Vollausbau, 400 eine Oberbauverstärkung. Die Straße ist nun einheitlich sechseinhalb Meter breit. Die Bauzeit betrug – mit Winterpause – rund eineinhalb Jahre. Die Baufirma Wagner habe mit Hochdruck gearbeitet. „Es hat alles gepasst“, sagte Weiß.

„Der Alltag hat gezeigt, dass die Straße gebraucht wird“, hob stellvertretender Landrat Markus Müller hervor. Umso wichtiger sei es, dass sie nun wieder in einem makellosen Zustand sei. „Wir brauchen gute Straßen im Landkreis“, meinte er.

Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp erinnerte daran, dass die Gemeinde für die Sanierung kämpfen musste. Aber die Hartnäckigkeit sei belohnt worden. Eine intakte Straßeninfrastruktur sei unabdingbar, sagte Hopp und wies auf den Stellenwert der Staatsstraßen hin. „Der ländliche Raum braucht sie als gute Verkehrsverbindungen“, betonte auch MdB Karl Holmeier.

Für den zweiten Bauabschnitt der Sanierung der Ortsdurchfahrt Tiefenbach im Zuge der Staatsstraße 2154 wird derzeit die Ausführungsplanung erstellt, ließ Dr. Richard Bosl wissen, der am Staatlichen Bauamt Regensburg für den Landkreis Cham zuständig ist. Die Ausführungsplanung sei Grundlage für die Ausschreibung. Ziel sei es, sofern die notwendigen Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, mit den Bauarbeiten im kommenden Jahr zu beginnen. Mittelfristig sei noch der Streckenabschnitt vom Kreisverkehr Tiefenbach/Fahrenweiher bis Stein zu sanieren.

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