Klassische Musik ist sein Metier

Prof. Dr. Heribert Schröder verewigt sich im Goldenen Buch der Gemeinde.

Klassische Musik ist sein Metier

Ort
Tiefenbach

Veranstalter
Gemeinde Tiefenbach

Termine
Di, 16.11.2021

Prof. Dr. Heribert Schröder ist eine anerkannte Koryphäe der klassischen Musik. Im März dieses Jahres hatte ihm Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen den Berufstitel Professor verliehen, die Urkunde hatte ihm der Premierminister Oberösterreichs, Landeshauptmann Mg. Thomas Stelzer, ausgehändigt. Damit wurden in erster Linie  Schröders Verdienste um die Konzert- und Opernkultur in Österreich in den vergangenen 20 Jahren gewürdigt.

Nun hat  ist ihm eine weitere Ehre zuteil geworden: Schröder durfte sich in Anerkennung seines kulturellen Engagement   ins Goldene Buch der Gemeinde Tiefenbach  eintragen.

„Wir freuen uns und sind stolz, dass eine international anerkannte Koryphäe der klassischen Musik Tiefenbach zu seiner Wahlheimat auserkoren hat“, sagte Bürgermeister Ludwig Prögler in seiner Laudatio. Schröder sei eine personelle Bereicherung für die Gemeinde, die in Sachen Kultur schon mehrere Akzente gesetzt habe. Zudem sei er nicht nur ein sympathischer und aufgeschlossener Mensch, sondern auch ein hervorragender Botschafter für Tiefenbach.

Heribert Schröder wuchs im Rheinland auf. Er absolvierte Instrumentalstudien in den Fächern Violine bei Karl Zentrgraf, Klavier bei Christa-Maria Spendel sowie eine Gesangsausbildung bei Eberhard Jansen. Anschließend studierte er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn Musikwissenschaft, Volkskunde und Katholische Theologie.

Nach seiner Promotion wurde Schröder wissenschaftlicher Assistent am Musikwissenschaftlichen Seminar der Bonner Universität und unterrichtete sowohl dort als auch an der Uni Siegen sowie seit 1999 als Lehrbeauftragter für Orchester- und Opernmanagement am Institut für Kultur- und Medie3nmanagement der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

1987 wechselte Schröder in den Bereich des Musikmanagements: zunächst als persönlicher Referent des Generalmusikdirektors beim Orchester der Beethovenhalle Bonn sowie bei den Internationen Beethoven-Festen. Ab 1992 ging er in gleicher Funktion an die Oper Bonn, übernahm jedoch zusätzlich die Position eines Dramaturgen und leitete später auch die Öffentlichkeitsarbeit des Hauses. 1996 wurde er geschäftsführender Direktor des Stuttgarter Kammerorchesters und wechselte 1999 von dort als Orchesterdirektor zu den Bochumer Symphonikern.

Weitere Aufgaben übernahm Schröder im Deutschen Musikrat sowie bei den Jeunesse Musicales Deutschland. So wirte er von 1980 bis 1992 in den Gremien der Wettbewerbe „Jugend musiziert“ auf Regional- und Landesebene sowie im Bundes-Hauptausschuss und büernahm hier regelmäßig den Vorsitz einer Jury. 1997 berief ihn das Präsidium des Deutschen Musikrats in den Bundesfachausschuss Musikberufe.

Von 1985 bis 2002 war er im Bundesvorstand der Jeunesse Musicales Duetschland für das Ressort Nachwuchsförderung Oper zuständig und arbeitete in seiner Funktion als Vorsitzender des Direktoriums der Internationalen Sommerkurse auf Schloss Weikersheim als Produktionsleiter bei sechs Opernproduktionen, die unter anderem von Dirigenten wie Lothar Zagrosek, Dennis Russel Davies oder Yakov Kreizberg geleitet wurden.

2001 wechselte Schröder als künstlerischer Direktor zum Bruckner Orchester in Linz an der Donau, wo er zuletzt als Prokurist und Generalsekretär der Oberösterreichischen Theater und Orchester GmbH wirkte.

Auch nach seiner Pensionierung im Herbst 2020 arbeitet Schröder als Berater für zwei Sinfonie-Orchester und koordiniert die künstlerischen und terminlichen Agenden des amerikanischen Dirigenten Dennis Russell Davies.

Seit 2009 lebt Schröder mit seiner Frau Ulla Sohn in Tiefenbach, und zwar im Alten Pfarrhof. „Ein Glücksfall sowohl für das Gebäude als auch für den Ort“, sagte Prögler, Investierten beide doch eine nicht unerhebliche Summe, um den historischen Charme des Bauwerks zu erhalten. Die gelungene Sanierung wurde 2020 mit dem Denkmalschutzpreis des Landkreises Cham honoriert. 

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